Garmin fēnix

Garmin fēnix

  Zwei Jahre war mir jetzt der Forerunner 610 ein treuer Begleiter. Einen Testbericht hatte ich damals hier veröffentlicht. Nach kleineren Startschwierigkeiten funktionierte der Upload zu "garmin.connect" gut und ich war zufrieden. Geblieben war die anfällige Beschichtung des Gehäusebodens. Nach zweimaligem Reklamieren und absolut problemlosen Umtausch, wäre es jetzt wieder soweit gewesen. Ein Knaller-Angebot eines Onlinehändlers mit einem direkten Konkurrenzprodukt ließ mich handeln. 🙂 Zum einen bestellte ich dieses nur für 24h verfügbare Angebot (mit immerhin 33% Rabatt), zum anderen rief ich die Support-Hotline von Garmin an. Wieder war ich überrascht von der schnellen und problemlosen Klärung am Telefon. Ich schilderte meinen Sachverhalt, erklärte keinen 3. Austausch zu wollen und verkündete meinen Wunsch nach einer Gerätealternative. Überraschung gab es dann für mich von Seiten Garmins. Der nette Herr am Telefon konnte berichten, dass die neuen FR 610 nun keinen anfälligen metallenen Boden mit irgendeiner "nicht-Schweiß-resistenten" Legierung haben, sondern nun neue Farben und Kunststoffböden geliefert werden. Aber auch mein Wunsch nach einem Modellwechsel wäre generell machbar. Eine Minute zögerte ich nun doch, hatte ich mich doch an meine FR 610 gewöhnt, zwei Jahre war sie täglich an meinem Arm. Aber ich hatte mich auch schon weiter belesen und die Modelleinführung des  fēnix  auf diversen Seiten und Blogs verfolgt. Einen interessierten und intensiven Blick auf die Forerunner 910xt hatte ich ebenfalls schon geworfen. 😉 Nun musste ich mich aber entscheiden: Tausch oder Umstieg auf ein neues Gerät! Ich entschied mich für die fēnix!  Die Modalitäten waren schnell geklärt und nach Einsendung meiner alten Uhr kam das neue Spielzeug ins Haus. 🙂 Die "Konkurrenz" wurde wieder retourniert. Ich bleibe bei "meiner" Marke...  
Garmin fenix

Garmin fēnix

  Das Paket kam an einem Samstag, leider. Bei den derzeitigen Temperaturen trainiere ich immer sehr zeitig. Also war ich noch morgens mit meinem alten Forerunner 205 unterwegs. Aber mein Trainingsplan sah ein weiteres Training vor, eine Radeinheit war am Nachmittag geplant. So wurde die erste Aufzeichnung in einer "Nebensportart" aufgezeichnet. 😉 Dies war möglich durch die intuitive Bedienbarkeit. Die Hauptfunktionen sind schnell gefunden und begriffen, erste kleine eigene Einstellungen lassen sich problemlos vornehmen. Es macht ja auch mehr Spaß ein Gerät mit eigenen Daten zu erkunden, als nur in den voreingestellten Werten zu blättern. Gute 33 Kilometer Rad auf teilweise neuen Strecken hatte ich zum Auswerten gespeichert. Dann ging es los. Die Uhr wurde erkundet!   Anschluss: Die Uhr wird mittels USB-Kabel fest mit dem Rechner verbunden. Hier also der erste Unterschied zum FR 610, aber ich bin es von der FR 205 ja auch noch gewohnt. Ich weiß nicht, ob dies nun ein Vor- oder ein Nachteil ist. Eigentlich ist es egal. Für mich sogar ein Vorteil, da ich doch öfter vergessen habe meine FR 610 an die Ladung anzuschließen. Dies erfolgt nun beim Hochladen der Daten automatisch mit. Erkannt wird die Uhr sofort, das Communicator Plugin ist schließlich lange schon installiert. Software: Nach dem Start der "Garmin.Connect"-Seite konnte ich auch hier sofort mein Training uploaden. Der Import in die alte TrainingsCenter-Software auf dem Rechner funktioniert hingegen nicht mehr. Garmin hat hier vor ein paar Jahren die Entwicklung der Software eingestellt. Damit werden neuere Geräte nicht mehr unterstützt. Okay, das Programm ist in die Jahre gekommen, ich werde es verschmerzen (müssen). Da stellt sich zum einen die Frage, wie viel Statistik benötigt man? Aber zum anderen möchte nicht jeder seine Daten ins Netzt stellen, selbst wenn sie nur als persönlich sichtbar gespeichert werden. Eine Alternative stellt Garmins neue kostenlose Software "Garmin BaseCamp" dar. Ich habe das Programm schon installiert, aber nur ansatzweise seine Nutzung und seinen Nutzen erforscht. Es scheint ein mächtiges Tool zu sein, aber eher auf die umfangreichen anderen Funktionen der fēnix abgestimmt. Nicht unbedingt als Trainingsanalyse für Lauf- oder Radeinheiten. Ich werde mich da mal weiter einarbeiten und einen entsprechenden separaten Beitrag schreiben. Nach wie vor nutze ich zum Analysieren "SportTracks" und der fēnix-Import funktioniert natürlich! Übersicht der Standards: Hier schreibe ich erst einmal etwas aus der offiziellen Produktbeschreibung ab. Die einzelnen Bereiche kann man nach nur einer Woche Besitz noch nicht annähernd komplett genutzt haben. Manche werden wohl auch zukünftig bei mir keine Rolle spielen... 😉
  • (Trail)-Running: die Aufzeichnung von allen wichtigen Daten erfolgt. Selbstkalibrierender Höhenmesser, Barometer, Kompass
  • Wandern: wie "Running" - nur langsamer... Orientierung und Verfolgen von gespeicherten Routen
  • Rad / MTB
  • Geocaching: Übertragen der kompletten Daten auf die Uhr - das habe ich schon probiert!
  • Bergsteigen: Tracking von Routen, Kontrolle der Höhenmeter, Wetterumschwünge erkennbar durch Barometer
  • Marine: wasserdicht bis 50m und Kompass
    Erste Aufzeichnungen: Das erwähnte Radtraining und nun schon einige Läufe sind mit der fēnix aufgezeichnet worden. Einen großen Pferdefuß musste ich feststellen: es lassen sich keine Intervall-Trainings in der Uhr speichern! Dies war mir im Vorfeld nicht bewusst gewesen. 🙁 Klar, die Uhr ist als Outdoor-Gerät und nicht als reiner Lauf- und Radcomputer konzipiert. Dafür gibt es die entsprechenden Modelle. Aber schade ist es trotzdem. So muss mein erster Forerunner, der FR 205 aus dem Jahr 2008, diese Trainings übernehmen. Hätte ich doch besser den FR 910xt gewählt? Ich glaube nicht, denn die anderen Funktionen die diese Uhr bietet, machen das wieder wett (für mich)!   Dies soll der erste kurze Überblick gewesen sein. Die nächsten Einsätze folgen, ich werde mir die weiteren Funktionen und die BaseCamp-Software genauer anschauen. Dann wird hier ein Update nachgeschoben! 🙂 Der erste lange Härtetest wird in drei Wochen stattfinden: der Müritzlauf steht an, da wird die Batterielebensdauer und Routing getestet. Ich rechne mit x-Stunden. 😉 Es folgt der 6 - Seen - Sommer - Marathon, Berlin, Frankfurt...   Wie ging es weiter? Der Müritzlauf, mein  6 - Seen - Sommer - Marathon, Berlin, Frankfurt und fast alle Trainings dazwischen wurden mit der fēnix absolviert. Die lange Distanz beim Müritzlauf und die damit verbundene Laufzeit (ich war 8:22h unterwegs) waren kaum erkennbar am Akkustatus. Das war beeindruckend. Die Aufzeichnung war tadellos, die Distanzen stimmten mit den Markierungen halbwegs überein. In der Folge stellte ich aber immer häufiger Abweichungen der gelaufenen Strecke und der aufgezeichneten Streckenlänge fest. Gerade wenn man sein "Revier" in- und auswendig kennt, fallen Abweichungen recht schnell auf. Tendenziell waren alle Strecken "länger" als mit meinen anderen GPS-Uhren. Vor dem Frankfurt Marathon wurde eine neue Firmware veröffentlicht. In dieser neuen Version sollte auch die GPS-Problematik einem Update unterzogen werden. Hoffnungsvoll installierte ich die neue Version und reiste mit der fēnix zum Marathon. Nach gelaufenen 3 Kilometern zeigte die Uhr bereits 4,45km an. Das war wohl nix. 🙁 Da die sonstige Auflage der fēnix wohl größtenteils keine Probleme bereitete, hatte ich mit meiner Uhr wohl ein "Montagsexemplar" erhalten. Ich musste wieder einmal den Garmin Support bemühen. Als Basis sämtlicher Funktionen einer GPS-Uhr sollte das GPS-System wohl am fehlerfreisten laufen - das sah man bei Garmin natürlich ebenso. Um mir eine Entscheidung leichter zu machen, erhielt ich eine Forerunner 910xt für einen Testzeitraum. So hatte ich die Möglichkeit die Funktionalität des Gerätes zu testen, bevor ich mich nun entschieden habe. 🙂 Bye, bye fēnix. Um es kurz zu machen: die fēnix wurde zu Weihnachten gegen zwei neue Uhren getauscht. Ich berichte darüber natürlich! 😉