
Ich weiĂź, ich habe nun einige Zeit keine Blogs mehr geschrieben. Ich melde mich hiermit offiziell zurĂĽck. Ich denke, es ist an der Zeit, aus meinem Leben zuberichten- lest einfach mal…
Es ist wieder soweit. Eine Entscheidung muss her, die mich für die nächsten 7 Wochen in meinem Leben begleitet. Von Aschermittwoch, den 13.2.2013 bis Karsamstag, den Samstag vor Ostern am 30.3.2013 dauert die offizielle Fastenzeit, auch Passionszeit genannt.
Ja richtig, dem interessierten Leser mag es jetzt heiß und kalt den Rücken runterlaufen- die jährliche Fastenzeit steht bevor. Der gewollte, strenge Verzicht bis Ostern. Das hat nichts mit Abnehmen oder so zu tun. Wo viele Zeitgenossen dann gleich zu mir meinen: „wo willst du denn Abnehmen?“ Oder: „du bist doch gar nicht kirchlich!“ Macht doch nichts. Ich kann doch trotzdem auf ein lieb gewordenes „Etwas“ in meinem Leben verzichten. Eine Sache, die so richtig zwiebelt, die mir schwer fällt, wo ich weiß, ja, das wird schwierig…
Was steht denn zur Auswahl?
Zum Beispiel:
- Fleisch- esse ich so gut wie gar nicht
- Fast Food- ist sowieso eher selten auf unserem Speiseplan
- Kaffee- zählt nicht gerade zu meinen liebsten Getränken
- Fernsehen- es gibt so tolle BĂĽcher, ich bin fleiĂźige Nutzerin der hiesigen Bibliothek
-  Computer- ja gut, hier könnte es schon enger werden. Ist für mich aber eine Informationsquelle und Kontaktmittel, fällt also daher aus…
Anno 2011 (Fasten in 2012 hab ich doch echt schon wieder vergessen, war scheinbar nicht schlimm genug…) war es Schokolade. Ein Opfer, das vielen Fastenwilligen als erstes einfällt. Bietet sich ja auch förmlich an; weil, Ostern ist ja alles wieder im Lot und dann können die Osterhasen in Scharen fallen. Kein Nougatosterei muss mehr seine Form behalten, YEAH!
Und das war schwierig. Meine Güte. Bis dahin war Schokolade für mich unverzichtbares Grundnahrungsmittel. In allen Formen und Varianten. Am Besten von Rittersport… Und dann in weiß, schön knackig, mit ganzen Haselnüssen. So herrlich zuckersüüüüüüßßßß, einfach ein Traum…
Aber: ja, ich hab es gepackt und ich war so furchtbar stolz, dass ich solches Durchhaltevermögen bewiesen habe. Ganze 7 Wochen, das muss man sich mal vorstellen!!!
Ihr meint jetzt vielleicht: na dann, ran an die Bouletten, ist das jetzt noch eine Frage, was in 2013 auf dem Fasten-Plan steht?!?
Ja, ist es.
Weil ich seit April 2012 ganz bewusst aus gesundheitlichen Gründen auf Schokolade und sonstige zuckerhaltige Süßigkeit verzichte. Also auch keine Gummibärchen, Bonbons etc.. Nein, ich habe auch nicht Weihnachten 2012 „zugeschlagen“. Zu der Zeit waren schon 8 Monate (!) „ohne“ vergangen, warum also jetzt auf einmal damit wieder anfangen? Es fehlt mir doch nichts. Der geneigte Leser mag jetzt kopfschüttelnd dabei sitzen und denken, die kann mir doch nichts erzählen!?! Nein, ich bin schoko-clean seit damals, ich schwöre!!!
Ganz zu Anfang habe ich auch keinen Kuchen oder Kekse gegessen, so eisern bin ich inzwischen nicht mehr. Aber die kohlenhydratarme Kost steht nach wie vor im Vordergrund.
Aber nun zu meiner Ausgangsfrage: ja, was denn nun weglassen??? Ich geb zu, eine klitzekleine Hintertür hatte ich ja immer offen. Was ich wirklich für mein Leben gerne esse, nasche, wie auch immer… EIS!!! Nun haben wir ja Winter und mein heimatlicher Lieblings-Il-Gelato hat seit Anfang November saisonbedingt geschlossen.
Also muss die Tiefkühlware aus Lidl & Co ran, welche natürlich um Längen nicht mithalten kann. Aber so ganz ohne geht es eben nicht. Ist ja auch ein Stück Lebensqualität…
Heiko und ich (der isst auch so gerne Eis) haben also beschlossen: die nächsten Wochen geht es OHNE. Und als Bonbon legen wir noch den Alkohol drauf. Mit einer 24-Stunden-Ausnahme am 26.2., man (frau) nullt nun mal nicht so oft im Leben. Den Ausrutscher gönne ich mir einfach.
Und…  an Aschermittwoch geht es los.










