2. Veganes Lauffest in München

Pfingsten war es nun soweit, das 2. Vegane Lauffest von Laufen gegen Leiden e.V. fand in München statt. Ich war dabei! Was heißt hier nun "Veganes Lauffest"? Ganz einfach: ein Lauf von und für Veganer! Also ein Tag ohne Diskussionen, Anfeindungen, Unverständnis, Ignoranz. 🙂 Aber mit viel Spaß, Lauf- und Walking-Kilometern und natürlich gutem Essen. Es war ein wirklich ein FEST!   LgL VLF #6   Vor zwei Jahren fand die erste Ausgabe statt, im letzten Jahr ein sogenannter Kuckuckslauf, nun stand eine richtige Neuauflage in München an. Eingeladen vom Verein Laufen gegen Leiden e.V., konnte man sich für diverse Streckenlängen anmelden. Von 5 Kilometern angefangen bis zu 100 Kilometern war alles in Stufen möglich. Als Vereinsmitglied wollte ich natürlich dabei sein. So hatte ich mich für die 40 Kilometer entschieden, eine Woche vor dem Rennsteiglauf sollte dies ein letzter ruhiger langer Lauf werden. Denn eins ist das Lauffest nicht, nämlich ein Wettkampf. Hier stand und steht die Gemeinschaft und der Spaß im Mittelpunkt, es existiert keine Zeitnahme und auch ansonsten wurde hier sehr flexibel agiert.  
LgL VLF #2

Beisammensein im "Bohdis"

  Unsere ursprüngliche Planung gemeinsam mit dem Auto nach München zu reisen, änderten wir sehr kurzfristig doch noch. Ich fuhr am Samstag letztlich allein mit dem Bus nach München. Für mich die erste Erfahrung im Flixbus - es wurde eine gute. Ausgeruht und ausgeschlafen kam ich am späten Nachmittag in München an. Nach Zimmerübernahme im Hotel, ging es auch schon weiter zum Abendessen. Etwa 40 Leute hatten sich auf die Initiative von unserem 2. Vorsitzenden Dieter Steinhauer im Bohdi verabredet, so konnte das Wochenende mit einem Kennenlernen und Austausch richtig beginnen. Eine nette Runde wurde es dann auch, das Essen war gut - die "Vorstellungsrunde" noch besser... 🙂 Nur das Wetter war nicht auf unserer Seite. Es war kalt, nass und windig. Brrrr. Der Sonntag begann mit einem etwas zu üppigen Frühstück im Hotel. Da waren die Augen wieder größer, als der spätere Lauf es bedingt hätte. Meine "Performance" auf den ersten Meilen litt später arg darunter. Eine kurze Fahrt mit der Tram brachte mich zum Botanischen Garten, in dessen Nähe der Lauf stattfand. Auf einer offiziell vermessenen Runde von 1 Meile Länge spielte sich dann der weitere Tag ab. Für meine gemeldeten 40 Kilometer standen mir also knapp 25 Runden bevor. Dies war hier meine erste Erfahrung mit einem solchen Rundendrehen.  
LgL VLF #3

Gleich geht´s los!

  Bei meinem Eintreffen waren schon eine Menge Leute anwesend. Umziehen und Empfang meiner Rundenkarte gingen flott, und der Start um 10.00 Uhr kam näher. Für die 100 Kilometer gab es keine Vormeldungen, und die beiden für 80 Kilometer gemeldeten Läufer erschienen nicht. So waren wir "40er" die ersten Starter am Pfingstsonntag. Nach ein paar begrüßenden Worten von unserem Vereinsvorsitzenden Mark wurden wir auf die Strecke geschickt. Ich fand mich mit Katya und Alex in einer kleinen Gruppe wieder, die beiden hatte ich abends zuvor bereits kennengelernt. Da ich ja nicht so der "Erzähler" beim Laufen bin, übernahm diesen Part Alex komplett... 😉 Gemeinsam liefen wir einige Runden/Meilen. Nach jeder Meile wurde dann mittels Edding ein Kreuz auf unserer Rundenkarte gemacht, somit war immer eine kleine Pause vonnöten. Wie jedoch schon geschrieben, es ging um keine Bestzeiten hier in München.  
LgL VLF #4

Der Hintergrund zur Laufstrecke.

  Nach und nach füllte sich der Start- und Zielbereich mit den Läufern der kürzeren Distanzen. Die Starts dazu waren zeitversetzt nach hinten eingeteilt, so dass es gegen Mittag die absolute Höchstzahl an Teilnehmern auf der Strecke gab. Für uns war dies jedoch erst einmal toll, denn wir liefen durch ein dichtes Menschenspalier und wurden mit jeder neuen Meile bejubelt. 🙂 Durch Trink- und Toilettenpausen zerfiel unsere Minigruppe und ich trabte allein meine Runden. Ich überholte, ich wurde überholt - je mehr Leute auf dem Kurs unterwegs waren, desto abwechslungsreicher wurde die Sache. Es machte einfach Spaß! Ein kleiner Wermutstropfen war lediglich das Wetter. Mit geschätzten 12°C, leichtem Wind und ab und an ein paar Regentropfen, hätte es besser - aber ebenfalls schlimmer sein können. Wie es am Vormittag immer belebter auf der Runde wurde, so nahm die Zahl der Läufer auch schnell wieder ab. Ab und an gab es gemeinsam gelaufene Abschnitte, mal mit noch unbekannten, mal mit bekannten Gesichtern. Social Media sei Dank! 🙂 Während einige Teilnehmer sich bereits verabschiedeten, andere sich über das tolle und vielfältige Versorgungsangebot hermachten, zogen wir Marathonis unbeirrt unsere Runden. Bis dann auch die letzte Meile gelaufen war. Aber Halt: da gab es doch noch eine "Extra-Meile" auf unserer Karte. Nur mit dieser war es schließlich möglich, die Marathon-Distanz zu erreichen. Vorgenommen hatte ich mir ja sowieso nicht nur die gemeldeten 40 Kilometer zu laufen, sondern den Marathon auch voll zu machen. Aber nun war es ja sogar "offiziell" vorgegeben. Ich trabte also locker in die letzte Meile, und wurde gegen Ende der Runde von Alex eingeholt. So wie wir gemeinsam gestartet waren, so liefen wir dann auch ins Ziel. Gutes Timing würde ich sagen! 😉 Nun kommt es aber noch: am Start war ich etwas abgelenkt und hatte daher meine Forerunner zu spät eingeschaltet. Die Satellitenerfassung war noch nicht erfolgt, als ich den Startknopf betätigte. Mir fehlte daher Strecke! Im Ziel vor dem Erhalt meiner Medaille checkte ich den Forerunner und sah das Ergebnis: es waren nur 41,98 km auf der Uhr. Ungenauigkeit beim "Kreiseln" und das verspätete Starten raubten mir gut 1,6 Kilometer! Das ging ja mal gar nicht! Kurzerhand ließ ich Mark und Dieter mit den Medaillen stehen, und rannte noch eine "Bonus-Extra-Meile"! Artig holte ich mir auch hierfür mein Edding-Kreuzchen... :mrgreen:  
LgL VLF #5

Sammelkarte, oder auch "Leistungsnachweis" 😉

  Im Anschluss ging wieder alles sehr flott. Ich lief ins Ziel ein und kurze Zeit später begann Mark mit einer kleinen Verlosung. Die Rundenkarten dienten dabei als Los. Und was soll ich sagen? Ich gewann ein tolles ThoniMara-Tuch, nicht gerade in meiner Farbe, aber so hatte ich etwas für Jule zum Mitbringen! Es folgte eine Aufstellung mit allen noch anwesenden Teilnehmern für ein Gruppenbild, bevor der allgemeine Aufbruch begann. Zu guter Letzt ergatterte ich noch ein paar Kugeln Eis von Ice-Date aus München, bevor es hier ausverkauft war. Der gute vegane Döner von Erbils passte leider so kurz nach dem Lauf nicht in meinen Magen. Beim nächsten Besuch in München aber...! Danach hieß es für mich wieder ab zum ZOB, ich konnte meinen Abendbus umbuchen und fuhr bereits 16.00 Uhr ab in Richtung Heimat. Das waren damit nicht einmal 24 Stunden in München! Die es aber in sich hatten und so schnell nicht vergessen werden. Etliche "Namen" aus Facebook sind nun zu "Personen" geworden, neue Leute kamen hinzu. Ein kleiner Ultralauf vor dem großen Ultralauf am Samstag, noch dazu in guter Gesellschaft... Schee wars!