4. Ruppiner Winter Marathon

An guten Traditionen kann man festhalten. Und der Ruppiner Winter Marathon hat bereits eine, wenn auch kurze Tradition. Als winterlicher Ableger meines 6 – Seen – Sommer – Marathons ins Leben gerufen, ging er ebenfalls in das 4. Jahr. Nach der krankheitsbedingten Absage von Kumpel Christoph, stand ich wieder allein da. Schade.

Längerfristig hatte ich mir den 3. Advent ausgesucht. Keine Ahnung, wie ich dann fit wäre, es ging aber schließlich um nichts. Die zweite Jahreshälfte sollte jedenfalls noch einmal ein läuferisches Highlight bekommen. Nach dem Alleingang zum 6SSM-Reloaded vor genau 2 Monaten, folgte nun die winterliche RWM-Runde.

Am Samstag vor dem Lauf herrschte ruhiges klares Wetter. Die Temperaturen waren frisch, aber nicht wirklich winterlich. Gute Vorzeichen für meinen Plan. Es kam dann natürlich total anders! In der Nacht zog ein neues Tief heran, mit ordentlich Wind und Regen. Mehrmals wurde ich wach und überlegte bereits Optionen zur Verschiebung des Laufs. Mein Wecker klingelte um 4.30 Uhr und ich wusste erstmal nicht, was ich nun mache. Die Wetter-App gecheckt: abziehender Regen, dafür Sturmböen möglich. Die Windrichtung sollte mich aber auf dem größeren Teil der Strecke nicht stören. Hmmm?! Ich entschied mich zu laufen, und startete nach einer kleinen Schüssel mit Müsli meine Forerunner um 4:59 Uhr. 🙂 Der schlimmste Teil lag hinter mir…

Regen und Wind bestimmten die ersten Kilometer. Bis etwa zum südlichsten Punkt der Strecke in Altfriesack hielt der Regen an, er wurde aber wesentlich leichter. Das übliche Bild auf der Brücke in Richtung Schleuse musste ich mir sparen. Mein Telefon wollte ich nicht im Regen aus der wasserdichten Umhüllung befreien. Außerdem war es noch dunkel, sehr dunkel. Aber bereits 14 Kilometer geschafft. Langsam aber sicher näherte ich mich der Halbmarathonmarke. Kurz hinter Gnewikow war diese erreicht und die Dämmerung setzte ein. Bei freundlichem Wetter, hätte ich einen schönen Sonnenaufgang über den Feldern erleben können. So wurde es nur etwas heller.

 

4. RWM - 2

 

Ich war gut drauf, die Kilometer liefen so dahin. Weder zäh noch fliegend, einfach ein Kilometer nach dem anderen. Nur der Wind blies mir jetzt immer häufiger frontal entgegen. Stellenweise musste ich ins schnelle Gehen wechseln, aber dafür war der Regen gänzlich weggeblasen. Besonders der Abschnitt zwischen Kilometer 29 und 32 wartete mit „feinstem“ Gegenwind auf. Dafür schickte ich im Anschluss daran, geschützt in einer kleinen Wanderhütte, eine Nachricht und ein Bild zu Jule. Nur noch etwa 10 Kilometer lagen vor mir.

Immer wieder überlegte ich, ob ich von der ursprünglichen Route abweiche, um dem Wind etwas mehr zu entgehen. Wozu sind denn aber die Traditionen da? Pflegen muss man sie, also hielt ich mich an das Original. 🙂 Nach 4:19:50 h überlief ich die Marathondistanz, nach 43,23 Kilometern und 4:26:21 h stoppte ich meine Laufuhr wieder daheim. Zufrieden und glücklich – der 4. Ruppiner Winter Marathon war geschafft. Ob es 2016 zum „kleinen Jubiläum“ wieder mehr Starter gibt? Ich würde mich freuen!!

 

4. RWM - 1

Der Tag in Bildern…

 

Der 3. Advent war damit jedoch noch nicht beendet. Nach einem großen Pott Kaffee, einer Kleinigkeit zu Essen und einem Entspannungsbad fuhren wir nach Berlin zum Brunch in unser Lieblings-Brunch-Lokal. Im Anschluss ging es noch auf den veganen Weihnachtsmarkt und ins Veganz. Herrlich!! Ein äußerst gelungener Advent-Sonntag!!