Der 6SSM – Reloaded!

  Bei der vierten Austragung des 6-Seen-Sommer-Marathon lief bekanntlich nicht alles so wie gewünscht und geplant. Ich selbst musste wegen Knieproblemen den größten Teil der Strecke im Radsattel verbringen, insgesamt war die Strecke sogar verkürzt. Das nagte schon etwas an mir... Dann ging meine "Leidensgeschichte" noch weiter. Die Knieprobleme stellten sich zwar als harmlos heraus, aber waren doch nur mit viel Geduld und wenig Laufen in den Griff zu bekommen. Es sollte nun der München Marathon alles wieder ins Lot bringen. Ganz entspannt, ohne Zeitdruck wollte ich die Strecke genießen und mit Jule ein schönes Wochenende in der bayrischen Metropole verbringen. Eine Tischreservierung für den Marathon-Abend war auch erfolgt, alles schien vorbereitet. Und dann kam die Erkältung. Kurz und heftig erwischte es erst mich, dann in der Folge auch Jule. Und als ob dies nicht schon ausreichte, hatte auch unser Eddie seine Probleme. So konnten wir ihn nicht über das Wochenende weggeben. In Summe hieß das dann: München ADÉ! 🙁 Die Erkältung verschwand bei mir fast ebenso schnell, wie sie gekommen war. Erstmals seit Juni hielt ich wirklich mehrere Tage absolute Ruhe vom Sport ein. Weder Freeletics und schon gar kein Laufen. So konnte ich in der letzten Woche wieder leicht einsteigen und absolvierte erstmal wieder nur Trainings zu Hause. Am Sonntag war ich mir sicher, die Erkältung hinter mir gelassen zu haben, und trabte eine schöne Runde um den See. Als "Formtest" sozusagen. 😉 Mein Ziel war ein anderes: ich wollte einen Marathon nur für mich laufen, für meinen Kopf. In Absprache mit Jule, einigten wir uns auf den gestrigen Dienstag. Im Urlaub kann man ja solche Projekte auch mal machen, oder? Die Route stand natürlich fest, die Strecke des 6SSM. Kurz vor 6.00 Uhr stand ich auf, frühstückte und füllte meinen Laufrucksack. Etwas Verdauungszeit musste noch sein, dann ging es ca. 7.30 Uhr los. Das Wetter war nicht mehr so toll wie in den letzten Tagen. Ziemlich dicke Wolken, jedoch trocken und ein paar Grad wärmer als tags zuvor. Den Forerunner gestartet, lief ich erst einmal zur Fontane-Therme, dem originalen Startpunkt des 6SSM. Knappe 2 Kilometer bis hierher.   Collage 6SSM Reloaded   Ich hatte eine kleine Kamera dabei und machte in der Folge jede Menge Bilder von besonders schönen herbstlichen Abschnitten, oder besonderen Stellen der Strecke. Dies kostete natürlich Zeit, aber die hatte ich ja. Ziel war einzig und allein, die Strecke möglichst entspannt und schmerzfrei zu laufen. Dies klappte in allen Teilen! Keine Knieprobleme, kein erhöhter Puls - einfach nur gut! Durch die Wege zur und von der Therme nach Hause, verlängerte sich meine Laufstrecke auf 46 Kilometer. Es wurde damit sogar ein kleiner Ultra, den ich in unserer tollen Landschaft laufen konnte. Die Wiederholung, oder besser Nachholung des 6-Seen-Sommer-Marathons ist damit erledigt! 🙂