3. Ruppiner Winter Marathon

 
Und wieder einmal kam es anders als geplant. Eigentlich wollten wir gestern nach Rotenburg an der Fulda fahren, eigentlich dann abends in Kassel zur „Pasta-Party“ einkehren und heute wollte Jule eigentlich als Supporter und ich als Läufer am 10. Kasseler Weihnachtsmarathon (KSWM) teilnehmen. Wenn nur dieses „eigentlich“ nicht wäre!

Am Donnerstag, meinem letzten Arbeitstag 2014 :-), rief mich Jule im Büro schon an und teilte mir mit, dass wir unsere später geplanten Aktivitäten ändern müssten. Sie fühlte sich nicht. Als ich nach Hause kam, war aus dem „sich nicht fühlen“ bereits richtiges Fieber geworden. 🙁 Damit fiel die Fahrt natürlich aus. Wirklich sehr schade, hatten wir uns beide doch schon sehr lange auf die Leute und den Lauf gefreut. Aber es sollte nicht sein. Von den ursprünglichen eingeladenen Stammläufern, sagte im Vorfeld in regelmäßigen Abständen jemand ab. Das Feld wurde immer kleiner, und nun fehlten wir auch noch.

Die Alternative war natürlich sofort klar. Jule ging bereits fest davon aus, und ich war schnell „überzeugt“: es würde einen 3. Ruppiner Winter Marathon geben. Damit wiederholte sich die Premiere aus dem Jahr 2012 mit nur einem Starter, mit mir. :mrgreen: Letztes Jahr war Claudia aus Berlin mit dabei, aber ich versuchte diesmal gar nicht erst, noch jemanden zu finden. Jule ging es gestern schon wieder einigermaßen, ich konnte starten!

Heute morgen klingelte der Wecker zu fast gewohnter Zeit. Einige Handgriffe waren noch zu erledigen, z.B. Banane und Apfel teilen und einpacken, Trinkrucksack befüllen und eine Tasse Kaffee und ein leichtes Frühstück musste dann doch sein. Das FitRabbit war natürlich ebenfalls dabei. Zufällig genau um 7.00 Uhr startete ich zu meinem Lauf. Auf gewohnter Strecke um den Ruppiner See gegen den Uhrzeiger. Also erst einmal viele Blickmöglichkeiten zum See. Der „fehlte“ heute aber die meiste Zeit. Erst war es noch dunkel mit Nebel, später nur noch Nebel. Aber die Luft war gut und ich fühlte mich auch so. Ich lief ein möglichst lockeres und gleichmäßiges Tempo, die Uhr war zwar an, hatte aber heute keine Bedeutung für mich. Am südlichsten Zipfel unseres See legte ich eine erste Versorgungspause ein und trank etwas. Ein „Selfie“ mit der Zugbrücke in Altfriesack im Rücken und weiter ging es in Richtung Karwe.

 

Selfie mit Brücke :-)

KM 13 – Selfie mit Brücke 🙂

 

Nach Karwe folgte Seehof, Gnewikow und Wuthenow. Damit war bereits die Halbmarathon-Marke erreicht und eine zweite Verpflegungspause stand an. Zusätzlich zum Wasser gab es Banane und ein Stück „Apfelstrudel“ in Form von OatKing. 😉 Kurze Meldung bei Jule und weiter. Die nächsten Kilometer sind eher langweilig und unspektakulär, ich passierte Alt Ruppin und lief weiter nach Krangen. Dort waren 30 Kilometer im Sack. 😉 Pause, Foto und weiter.

 

KM 31 - zwischen Krangen und Molchow

KM 31 – zwischen Krangen und Molchow

 

Das Wetter meinte es heute relativ gut. Der Wind hielt sich in Grenzen, klar nervte irgendwann zum Ende hin auch nur ein Luftzug. Etwas Sonne wäre jedoch toll gewesen. Wie bei jedem langem Lauf, gab es wieder gute und schlechte Abschnitte. Die schlechten hielten sich in Grenzen, wohl auch deshalb, weil ich einfach nur laufen wollte und keiner Zeit nachjagte. So war es nicht verwunderlich, dass zwischenzeitlich meine Gedanken in Richtung Verlängerung des RWM auf 50 Kilometer abschweiften. 😉 Ich kriegte mich aber wieder ein und „einigte“ mich mit mir selbst auf eine schöne 45, auf einen Mini-Ultra sozusagen. :mrgreen:

Der 3. Ruppiner Winter Marathon kam dann auch ziemlich unspektakulär daher. Mit finalen 45,10 Kilometern und einer Laufzeit von etwa 4:28h war ich zufrieden und glücklich. Aber es ist schon etwas anderes, ob man von vornherein vorhat allein einen Marathon zu laufen, oder in einer lustigen Gruppe. Das muss im nächsten Jahr wieder anders werden… 🙂