Berlin´s Nachtleben mal anders

Der 4. Mauerweg-Nachtlauf 2014   Das Wochenende brachte wieder viele Kilometer und noch mehr Eindrücke. Ich lief mit den Läufern der LG Mauerweg die vierte Ausgabe des Mauerweg-Nachtlaufes. Im letzten Jahr wollte ich hier eigentlich schon mitlaufen, daraus wurde dann aber nichts. Anders in diesem Jahr, ich hatte mir rechtzeitig den Termin vorgemerkt. "Vorschlafen" kann ich nicht, und zuhause war auch noch genügend zu erledigen. So musste ein "normaler" Samstag, mit allen üblichen Arbeiten und Erledigungen als "Vorbereitung" genügen. 😉 Noch dazu war es sehr warm, unser Thermometer war jenseits der 30°C-Marke. Aber was soll´s!  
Treffpunkt am Hauptbahnhof

Treffpunkt am Hauptbahnhof

  Schwieriger gestalteten sich die Überlegungen, was ich nun benötige und einpacken muss. Fragen, wie "Brauche ich nachts Ärmlinge oder ein Langarmshirt/Jacke?", oder "Trinkrucksack: ja oder nein?" musste ich mir beantworten. Letztlich fand ich einen guten Weg und war mit meiner Auswahl zufrieden! 🙂 Der Rucksack kam mit, darin war meine dünne Brooks Laufjacke,  meine LED Lenser H7.2, ein Oatking Meisterstück und zur Sicherheit etwas Geld... Etwa 21.30 Uhr war ich am vereinbarten Treffpunkt, auf dem Platz vor dem Berliner Hauptbahnhof. Lange suchen brauchte ich nicht, denn die neongelben Vereinsshirts der Mauerwegläufer überstrahlten alles. 😉 Nach und nach trafen immer mehr Läufer und Läuferinnen ein. Mit 40 Teilnehmern war das Kontingent auch ausgebucht! Es folgte das Verstauen der Wechselsachen in den Verpflegungstransporter, eine kleine organisatorische Ansprache durch den "Rennleiter" und die anschließende Einteilung in drei Tempogruppen. Um 22.10 Uhr ging es dann offiziell los! An der Spree entlang, am Reichstag vorbei, durch das Brandenburger Tor - es wurden gleich einige der größten Highlights der Hauptstadt mitgenommen. Weiter ging es  in Richtung Süden mit East Side Gallery und der Party-und Kneipenszene. Unser leuchtender Läuferzug bekam viel Beachtung und viele Kommentare! Der erste VP lag mittendrin! 😉  
Versorgungspunkt 1

Versorgungspunkt 1

  Dann wurde es etwas unspektakulärer. Immer noch urbanes Gelände, aber keine echte Abwechslung. Entlang der Stadtautobahn, getrennt und geschützt von einer Lärmschutzwand, führte die Strecke immer weiter südlich. Wirkliche Höhepunkte waren die Verpflegungsstellen. Im Abstand von ca. 8 Kilometern wurden wir erwartet und versorgt. Vielen Dank dafür! Getränke angefangen beim Wasser, über Apfelschorle, Cola und Malzbier war für jeden etwas dabei. Später gab es dann sogar noch Radler, für die die wollten... Das feste Angebot an Snacks musste sich auch nicht verstecken: Salzstangen, Studentenfutter, Äpfel, Melone, Brot und Salz kamen für mich in Frage. Alle Nicht-Veganer machten sich zusätzlich über Käse, Wurst, Kekse etc. her. 😉 Ich war sehr zufrieden!! Eine kleine Panne passierte unserem "Guide": wir erwarteten den zweiten VP auf der Sonnenallee und waren erstaunt dort niemanden anzutreffen. Nach ca. 15 Minuten Warterei und einem Telefonat stellte sich heraus, dass wir eine Straße weiter mussten. 🙁 Endlich am VP angelangt, traf auch schon die nächste Tempogruppe ein. Unser Vorsprung war dahin... 😉 Am nächsten Versorgungspunkt teilten sich die beiden VP-Betreuer dann auf, und wir hatten unser "eigenes" Versorgungsfahrzeug - leider nicht mehr mit dem kompletten Angebot, da dies so nicht vorher geplant war. Unsere Zeiten machten dies aber notwendig und es war trotzdem für alles gesorgt. Seit etwa einem Drittel der Strecke lief ich überwiegend mit Cornelius aus Berlin zusammen. Er kannte die Strecke sehr gut, und so wurde uns bereitwillig die Spitze überlassen. Ungewollt!! Wir plauderten über alle möglichen Sachen, hauptsächlich natürlich über das Laufen und Essen. Da passte das Buch, welches ich momentan lese ja hervorragend dazu, nämlich "Eat and Run" von Scott Jurek... :mrgreen: In den Waldstücken im Süden Berlins kamen dann die Stirnlampen voll zum Einsatz. Hier mussten wir auch einzeln hintereinander laufen, ein feiner Single-Trail - und ich ganz vorn! Ich war wohl etwas schnell, aber das stellte sich erst viel später heraus. "Gemault" wurde nämlich erst im Ziel... "Selber Schuld" kann ich da nur sagen.  
Im Ziel: ein Teil unserer "Tempogruppe" ;-)

Im Ziel: ein Teil unserer "Tempogruppe" 😉

  Das Morgengrauen setzte ein und damit auch ein besonderes Gefühl. Es wurde wieder leichter unterwegs zu sein. Die letzten Versorgungspunkte wurden passiert, diese waren jetzt auch dichter beieinander. Und dann war es auch schon vorbei, wir erreichten die Jugendherberge Wannsee! Meine Forerunner zeigte 67,48 km an und inklusive der Pausen standen dahinter 8:15:01 h.       Einzelne Stationen des Laufes wurden durch den Medienpartner der LG Mauerweg e.V. mit einer Kamera begleitet. Das Ergebnis gibt hier es bei Hauptstadt.tv zu sehen! Ich husche auch mal kurz durch das Bild... Nachtlauf der LG Mauerweg