Stechlinseelauf – toller Trainings-Halbmarathon

 

Der letzte längere Lauf in der Vorbereitung zum Rennsteig stand heute auf dem Programm. Dieser war mal wieder ein besonderer Lauf, denn heute ging es in den Laufpark Stechlin, zum gleichnamigen Lauf.

Eine kurze Erklärung am Rande: der Laufpark Stechlin ist ein super ausgeschildertes Gebiet in dem sich Läufer aller Distanzen austoben können. Mit verschiedenen Farben, Nummern und Symbolen sind über 360 Kilometer ausgeschildert – die Kombinationsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt! Die Wege führen durch Wälder, Wiesen, Felder und natürlich an zahlreichen Seen entlang. So auch am Großen Stechlinsee – Deutschlands saubersten See.

Seit 10 Jahren gibt es den Laufpark jetzt, und seit 10 Jahren gibt es immer am Muttertag den Stechlinseelauf. Bei der Auswahl an Streckenlängen von 8km, 15km und HM, fiel meine Wahl natürlich auf die längste Distanz. In dieser Woche am Donnerstag bin ich bereits einen Tempodauerlauf (17,5km) gelaufen, gestern früh standen nochmal 25 Kilometer an. Ich wollte es heute wirklich locker angehen lassen.

 

Stechlinsee #2

Übersichtstafel Laufpark Stechlin und Streckenschilder

 

Bei nicht so tollen Wetteraussichten machten wir uns auf den Weg. Als wir in Stechlin OT Neuglobsow ankamen herrschte schon geschäftiges Treiben. Ein Parkplatz war trotzdem schnell in Startnähe gefunden. Die Startnummer hielt ich dann auch bereits wenige Minuten später in der Hand, die Organisation war super! Nun hatten Jule und ich also noch Zeit etwas unserem Vierbeiner Eddie auszuführen. Gemeinsam gingen den ersten Anstieg der Strecke hoch und gleich zum See wieder runter. An ein solches Profil hatte ich eigentlich nicht gedacht, es ist schon eine Weile her, dass wir hier mal spazieren waren…

Dann der Start. Ein recht großes Feld drängte sich auf der Dorfstraße vor drei Zeitmesstore, durch die der Start erfolgen sollte. So dachte ich noch, es wird eine richtige Netto-Zeit-Messung werden und positionierte mich eher im mittleren Bereich. Das Startsignal kam, und wie immer passierte nicht viel. 😉 Etwas Gedränge und dann war ich durch und versuchte meinen Weg zu finden. Natürlich auch wie immer, hatten sich so ziemlich alle laaaangsamen Läufer nach vorn gestellt. Ggrrrrrr – aber ich wollte ja nur locker laufen… Irgendwie nutzte ich den ersten Anstieg für mich, um meine Position halbwegs zu finden. Das Feld zog sich dann doch recht schnell auseinander. Das war auch gut so, denn nach wenigen Hundert Metern ging es auf den Uferweg. Ab hier war Schluss mit befestigten Wegen, dafür gab es reichlich Wurzeln und alles was die Natur sonst so im Wald zu bieten hat. Toll!

 

Stechlinsee #3

Gemischtes Starterfeld (8+15+21,1km) mit Berlins bekanntester Ente „Hupsi“ 🙂

 

Ich hatte ein gutes Tempo angenommen, obwohl ich wusste, dass ich eigentlich zu schnell bin. Weiter. Bei Kilometer 4 trennte sich die 8km-Strecke ab. Und kurze Zeit später trennten wir uns auch von den 15km-Läufern. Jetzt war endgültig Platz auf der Strecke. Ich überholte immer mal wieder Läufer, aber eine 3er-Gruppe blieb fast konstant vor mir. Fast! Die Gruppe hatte ich mir jetzt als Magneten ausgesucht, hier wollte ich mich ansaugen. Nach weiteren 6 Kilometern hatten wir zwei kleinere Seen umrundet und kamen auf die Ursprungsstrecke zurück, jetzt liefen wir den 15km-Läufern also wieder hinterher. Bei der dortigen Verpflegungsstelle konnte ich „meine“ 3er-Gruppe einholen und hinter mir lassen. Bei einem HM-Lauf benötige ich keine Getränke und verlor damit auch keine Zeit.

Wieder allein und ohne Magnet ging es weiter. Die Strecke verlangte schon einiges an Körnern ab. Es gab sehr viele Anstiege und klar, auch Abstiege zu laufen. Bestes Rennsteigtraining! Ich zwang mich alle Anstiege durchzulaufen, auch wenn es teilweise schwer fiel. Nur an einem finsteren „Berg“ bei Kilometer 18 musste ich kapitulieren, der war zu heftig. Ich sah aber auch weit und breit niemanden, der hier nicht gegangen wäre… So ging es dann auf die letzten drei Kilometer.

 

Stechlinsee #5

Panoramaaufnahme am Stechlinsee

 

Ich lief am Parkplatz vorbei, das Ziel in Sichtweite. Meine Zeit hatte ich nur von den 5km-Zwischenzeiten im Blick, ich wusste nur, dass ich schnell war. Zu schnell für Jule, die mich natürlich im Ziel erwarten wollte.  Auf einer Bank kurz vor den Zieltoren saß sie dann und war natürlich noch nicht „Foto-bereit“. 😉 Das kommt davon, wenn ich mich nicht an meine Vorgaben halte…

 

Stechlinsee #4

6SSM-Shirt im Ziel – etwas Eigenwerbung muss schon sein!

 

Mit einer Bruttozeit von 1:45:01 lief ich als 17. Gesamt und 3. der Altersklasse ins Ziel. Zu schnell für einen Trainingslauf, aber was solls. :mrgreen: Es war super toll! Die Leute um Wolfgang Schwericke vom Laufpark Stechlin e.V. haben da eine richtig gelungene Veranstaltung auf die Beine gestellt. Vielen Dank dafür!!