2. Ruppiner Winter Marathon

Im letzten Jahr aus der Not entstanden (hier der „alte“ Bericht), plante ich in diesem Jahr den Lauf bereits fest ein. Ob wieder allein, oder mit ein paar mehr Leuten war erst einmal egal.

Beim gemütlichen Beisammensein nach dem 6-Seen-Sommer-Marathon sprach ich dies auch an, und es gab auch sofort Zusagen. Klar die Prämisse, dass der 10. Kasseler Weihnachstmarathon (KSWM) in diesem Jahr stattfinden könnte, war ebenfalls gegeben. Einige der Starter in spé würden dann nicht doppelt starten und Kassel dem Vorzug geben. Einzig Claudia aus Berlin war festen Willens, mit mir die zweite Auflage zu laufen. Nach einigem Hin und Her, wurde auch der KSWM 2013 abgesagt. Trotzdem kamen keine weiteren Zusagen und so war das Starterfeld zwar um 100% gewachsen, aber dennoch überschaubar. 😉

 

 

RWM 2013 #1

 

Claudia kam mit ihrem Mann Norbert um 9.00 Uhr bei uns an, der Start sollte gegen 9.30 Uhr erfolgen. Nach dem Sturmtief „Xaver“ welches vor zwei Tagen hier bei uns glücklicherweise keine größeren Schäden anrichtete, gab es tags zuvor aber einige Schneefälle und auch Minusgrade. Für den heutigen 2.Advent waren jedoch Regen und leichte Plusgrade angesagt. Und der Wetterdienst behielt recht. Leider. 🙁 Am Morgen setzte bereits erster Regen ein, der dann auch längere Zeit anhielt. Er verwandelte den Schnee in ordentlich Schneematsch. Anfänglich war es auch ziemlich glatt, da sich die Temperaturen um den Gefrierpunkt hielten. Aber was soll´s, entsprechende Ausrüstung gibt es ja schließlich und unserer Stimmung tat dies auch keinen Abbruch. Hatte ich im letzten Jahr durchweg Schnee und Frost, gab es diesmal eben Matsch und Regen – Schönwetter kann ja jeder… Ein kleiner Wermutstropfen für mich: ich verzichtete auf meine geliebten Hokas und wechselte auf Salomon mit etwas mehr Grip.

Nach dem Fotoshooting trabten wir los. Jule kümmerte sich um die Hunde, Norbert wollte dem neuen Auto ein paar Kilometer auf den Tacho zaubern und fuhr Richtung Müritz. Wir fanden schnell das passende Tempo für den gemeinsamen Lauf, und begannen zu plaudern. Zeit genug gab es, als Zielzeit hatten wir uns maximal die 5 Stunden gesetzt. Schön ruhig, dem Wetter und dem 2. Advent angepasst.

Der erste Teil des Laufs geht über ruhige Radwege in Seenähe nach Wustrau. Dort gab es eine kleine Gehpause für Getränke und Claudia nahm auch schon vorsorglich ein Gel. Die 10 Kilometer-Marke war hier erreicht. Zwischen Wustrau und dem nächsten Dorf Altfriesack gibt es eigentlich auch einen Radweg. Dieser war aber mit extrem viel Schneematsch bedeckt, so dass wir auf die Straße auswichen. Dort blieben wir auch weiterhin durch Karwe, Seehof und Gnewikow. Ab hier war der Radweg wieder passierbar und auch die Halbmarathonmarke war erreicht. Kurze Pausen zum Trinken und für´s ein FitRabbit bzw. Oat King wurden eingelegt, alles lief gut. Das Wetter störte nicht, es machte den Lauf nur etwas anspruchsvoller. Claudia hatte die Vorstellung von einem fast „plattem“ Streckenprofil gehabt, sie wurde doch eines anderem belehrt: es gibt zwar keine „Berge“ aber doch ein häufiges leichtes, kräftezehrendes Auf und Ab. 🙂

Claudia nutzte ihren Trinkrucksack zum ersten Mal. Sie war sich daher über die Menge und den Verbrauch ziemlich unklar. Bei Kilometer 27 in Alt Ruppin wäre die Möglichkeit zum Auffüllen gewesen, aber ich beruhigte sie, denn ich hatte ja auch noch genügend Flüssigkeit dabei. Weiter ging es also ohne Pause wieder in den Wald in Richtung Krangen, wo wir gute 30 Kilometer absolviert hatten. Ab hier wehte uns der Wind für den Rest der Strecke mehr oder weniger stark ins Gesicht. Dafür gab es keinen Regen mehr…

Durch Molchow liefen wir wieder Alt Ruppin entgegen und folgten damit teilweise der Route vom 6SSM. Die Strecke durch den Stadtpark am Seeufer sparten wir uns jedoch, hier war es viel zu matschig. Stattdessen musste ich kurzerhand umplanen und wir nutzten meine morgendliche Laufstrecke im Winter auf einem Radweg an der Umfahrungsstrecke der Stadt. Diese führt über das ehemalige Gelände des Flugplatzes und wirkt etwas endlos. Claudia wollte hier nicht wirklich glauben, dass wir fast eine Punktlandung in der Streckenlänge hinbekommen. Ich musste jetzt ordentlich motivieren…

 

RWM 2013 #2

 

Nach 4:34:48h kamen wir wieder in unserer Straße an. Eine schöne gemeinsame Laufrunde endete dann mit Kaffee und Stolle bei uns zu Hause! Das war dann also die zweite Auflage des RWM. Vielleicht gelingt es dann im Jahr 2014 die Teilnehmerzahl wieder zu verdoppeln… 😉

 

 

 

 

One Reply to “2. Ruppiner Winter Marathon”

  1. danke dir nochmal sehr für
    1. die sehr nette unterhaltung unterwegs (marathon geht auch einfach „nur“ zu zweit), zusätzliche verpflegung außerdem und
    2. die Motivation am schluss auf den letzten 3 kms auf dieser recht grässlichen industriestraße, wo war nur euer zuhause … und damit das ende der strecke in sicht J
    Stolle und Kaffee hinterher war sehr erholsam….
    jetzt aber beine hoch und etwas ruhe in die beinchen einkehren lassen ;-))
    liebe grüße an euch zwei von claudia und norbert

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