Die Premiere!

Es ist vollbracht, die Premiere des 6 – Seen – Sommer – Marathon ist geglückt!

Aber langsam und der Reihe nach, es ist seither schon wieder so viel passiert. Ich versuche mit einer Woche Abstand, das Erlebte Revue passieren zu lassen.

Freitag war allgemeines Einfinden und gemeinsames Einstimmen auf den „Wettkampf“ angesagt. Gudrun und Fred, die bei uns Quartier hatten, trafen am späten Nachmittag ein. Wir hatten soweit alles vorbereitet, die letzten Einkäufe (Bananen) waren erledigt, ein angenehm angespanntes Gefühl machte sich bei uns breit. Ich persönlich konnte schon zwei Nächte nicht richtig schlafen, nicht aus Sorge, dass etwas schiefgeht, sondern eher aus Vorfreude. Gemeinsam gingen wir dann zum „La Caleta“ – dort war ein Tisch bestellt und außerdem hatten sich Matze, Ron, Bahram und Esmaeil in die vorhandenen Ferienwohnungen eingemietet. Jens und Andreas waren noch auf der Autobahn, sie schafften es nicht mehr rechtzeitig – schade! So verlebten wir zu 8 einen sehr lustigen Abend, es gab was Leckeres zu essen und auch die isotonischen Getränke wurden nicht vernachlässigt. 😉 Ich verteilte die Event-Shirts, die ich durch die Unterstützung meines Arbeitgebers, der PRO Klinik Holding GmbH, hatte anfertigen lassen können. Die Shirts waren gleichzeitig die offizielle Renn-Bekleidung für den Lauf!

 

 

Nach kurzer Nachtruhe machten Fred und ich uns um 6.00 Uhr bereits auf den Weg. Mit zwei Autos fuhren wir zum Verpflegungspunkt 2 und 3 – welcher identisch war. Dort deponierten wir unser Auto, vollgepackt mit allem was bei der Versorgung später notwendig war. Mit dem anderen Auto ging es zurück nach Neuruppin, mit einem Abstecher zum Bäcker und weiter zum gedeckten Frühstückstisch. 🙂 Langsam wurde es nun Zeit uns auf den Weg zum Start zu machen. Ich wollte eigentlich der Erste an der Therme sein, falls es noch irgendwelche Unklarheiten geben sollte. Diese Sorge erwies sich als absolut unbegründet: unsere Berliner/Kasseler-Truppe war bereits vor Ort, alles wussten über das „Ereignis“ in der Therme Bescheid, es gab keine Unklarheiten! Ein ganz großes DANKE! an die Fontane Therme Neuruppin, der morgendliche Start war hier schon geglückt!

Nach und nach trafen alle Mitstreiter ein, Claudia aus Berlin, Jens und Andreas aus Kassel bzw. Braunschweig. Nico hatte es am dichtesten, gefühlte 5 min Fußweg. Eine kleine Sorge löste sich in Luft auf: nachdem am Freitag der 6SSM in beiden lokalen Zeitungen im Sportkalender erwähnt wurde, hatte ich mich schon auf den einen oder anderen „Spontanmitlaufwilligen“ eingestellt. Zum Glück blieb es aber bei den Anrufen und Erklärungen zu dieser geschlossenen Veranstaltung im Vorfeld. Unser Lokalfernsehen hatte sich dafür aber mit einer Vertreterin samt Kamera zur Therme begeben. Das freute mich natürlich schon.

 

 

Ich startete den Lauf pünktlich auf die Sekunde um 9.30 Uhr. Insgesamt machten sich zwei Läuferinnen und neun Läufer auf, die 6 Seen zu erkunden. Für Claudia und Jule stand jedoch schon am Start fest, dass sie nach den 6 Seen die Rücktour mit unserem Auto absolvieren werden. Es gab daher noch Potential in Form von Sitzplätzen für etwaige „Aussteiger“, bzw. „Versehrte“. 😉 Gemütliches Tempo war angesagt, die Pace spielte heute keine Rolle! Dies und der Versuch als geschlossene Gruppe den Lauf zu absolvieren, sind maßgebliche Kriterien des Kasseler Weihnachts-Marathon und jetzt auch des 6-Seen-Sommer-Marathons. Meine Aufgabe bestand also auch darin, das Tempo zu regulieren, auf die Letzten zu achten, aber auch vorn den Weg zu weisen. Niemand außer Jule kannte die Strecke, und Jule lief mit Claudia noch etwas gemächlicher… So liefen sich die ersten Kilometer durch Neuruppin und den Stadtpark schnell weg. Weiter in Richtung Schleuse Alt Ruppin und am Molchowsee entlang. An der Holzbrücke wartete Gudrun bereits auf uns mit der ersten Versorgung! Das hatte ja super geklappt: nachdem Gudrun uns am Start noch fotografisch verabschiedete, ist sie mit dem „Berli“ nach Molchow, hat dort die V1 für uns gerichtet, meine Schilder verteilt 😉 und uns beim Anlaufen gefilmt und fotografiert! Es hat wie geplant und abgesprochen funktioniert, Danke Gudrun – ganz toll gemacht!

 

 

Wir konnten uns nach etwa 7,5 km etwas erfrischen, einigen tat die Pause auch schon ganz gut… 😉 Nun warteten wir auf Jule und Claudia, die beiden sollten doch auch gleich kommen. Plötzlich waren sie auch da, aber nicht auf dem „offiziellen“ Kurs – sie hatten eine Abzweigung überlaufen und hatten somit ein paar Hundert Meter mehr… Die Gelegenheit für ein Gruppenbild ließ sich Gudrun wiederum nicht entgehehen, danach ging es gestärkt auf die nächste Etappe. Gudrun wollte uns nach dem Verstauen der Vorräte mit dem Fahrrad hinterher fahren, um uns dann zu begleiten. An verschiedenen Knotenpunkten war es nun nötig Zeichen in den Waldboden zu ziehen, um die Richtung anzuzeigen. An einer besonders kniffligen Kreuzung warteten dann Jule und Claudia doch noch auf Gudrun. Zu groß wäre die Gefahr des „Verfahrens“ gewesen.

 

 

Entlang am Teetzensee, Zermützelsee, Rottstiel und Tornowsee erreichten wir Boltenmühle und damit den Versorgungspunkt V2. Kamerafrau Katrin von den Ruppiner Medien war auch zur Stelle und filmte uns fast am entferntesten Punkt unserer Strecke. Bis hierher waren etwa 17 km gelaufen, die Stimmung war allgemein super. Jens hatte jedoch schon ein paar Kilometer mit seiner noch nicht überstandenen Achillessehnen-Reizung zu tun. Er wollte hier am V2 auf Claudia, Jule und Gudrun warten, und dann entscheiden, ob er mit ihnen noch den 6. See umrundet, oder gleich aussteigt. Das war schade, aber eine weitere Strapazierung und damit Verschlechterung der Gesamtsituation half ja nicht weiter. Also waren wir nun nur noch 8 Läufer, die sich an die Umrundung des Kalksees machten.

 

 

Bisher hatten wir nie längere Abschnitte mit direkter Sonneneinstrahlung, das änderte sich in Binenwalde. Die Temperatur war aber okay und ein bisschen Abwechslung gehört doch dazu. Auf Höhe des Sabinen-Denkmals in Binenwalde überliefen wir die Halbmarathon-Marke. Matze und ich machten noch einen schnellen Abstecher zum Denkmal – Geocaching war das Stichwort. 😉 Bei Kilometer 23+ erreichten wir wieder unser Auto und damit den Versorgungspunkt V3. Bananen, Äpfel und Getränke fanden reissenden Absatz. Gudrun kam uns mit Jens entgegen. Er hatte sich also doch gegen ein Weiterlaufen entschieden. Wir verabschiedeten uns von den Beiden und folgten nun der Route auf den anderen Seeseiten entlang. Bei Kilometer 30 am Zermützelsee wurde mit Nico als „Neuling“ auf dieser Distanz ein extra Gruppenbild aufgenommen!

 

 

Andreas hatte jetzt schon zu kämpfen, es war heute wohl nicht sein Tag. Wir passten also immer wieder das Tempo an, bzw. warteten – die Gruppe musste schließlich beieinander bleiben. Nico und Esmaeil wären gern ein etwas konstanteres Tempo gelaufen, aber das funktionierte nicht mehr. Letztlich blieben aber alle „diszipliniert“ und Andi wurde von jedem mal begleitet, zur Gruppe herangeführt und motiviert. Danke dafür!

In Molchow erwartete uns wieder Gudrun mit der letzten Versorgungsstelle V4 für heute. Es war wieder alles super vorbereitet und auch vom Ablauf her, hatte es gut geklappt. Nachdem Jule und Claudia ihren Lauf beendet hatten, fuhren sie mit Gudrun und Jens plus Klapprad hierher. Gudrun blieb bei ihrem „Berli“ und bereitete sich auf uns vor, während die anderen 3 sich schon ins warme Wasser der Therme begaben. Die Kämpfer stärkten sich für den finalen Abschnitt. Matze und ich liefen schon etwas zeitiger los, es galt einen speziellen Geocache zu finden. Ich hatte extra zum 6SSM an der Strecke eine Dose versteckt, den Cache „6-Seen-Sommer-Marathon Ausgabe 2012„… :mrgreen: Hier holten uns die anderen wieder ein und gemeinsam ging es weiter. Die letzten Kilometer zogen sich für einige von uns dann noch ganz schön. Obwohl insgesamt ein äußerst ruhiges Tempo gelaufen wurde, fehlte dann doch etwas Substanz im Training. Ein Marathon ist halt ein Marathon und kein Spaziergang!

 

 

Der letzte Kilometer brach dann auf dem Seedamm an. Hier konnte man schon die Therme als Ziel erkennen und das beflügelte auch unseren Andi wieder! 🙂 Mit großen Schritten ging es auf die letzten Meter. Aufgereiht nebeneinander liefen wir dem Ziel entgegen, gefilmt vom Lokalfernsehen und fotografisch festgehalten von Gudrun! Es war geschafft, der erste 6-Seen-Sommer-Marathon war vorbei! Da meine Garmin-Aufzeichnung als „Standard“ genommen wird, waren es genau 43,08 km in 5:49:06h.  Jaaaaa! 😀

 

Es folgte nun der entspannende Teil der Veranstaltung. Als Erstes wurde der Flüssigkeitshaushalt mit alkoholfreiem Hefe reguliert, bevor es weiter ins Solebecken und die Seesauna ging. Hier wurde dann schon kräftig geschwärmt und einige andere Gäste durften unseren „Heldentaten-Erzählungen“ lauschen, gewollt, oder auch ungewollt… 😉  Anschließend hatte das Bistro der Therme uns eine schöne Tafel auf der Seeterasse gerichtet. Vielen Dank hier an die gastronomische Leitung des Bistros, der Salat und die anderen Gratis-Leckereien waren super! Kleine Urkunden hatten wir vorbereitet, die ich mit ein paar Dankesworten nun verteilte. Wir feierten die gelungene Premiere noch eine ganze Weile, bevor der doch unausweichliche Abschied bevorstand.

 

 

DANKSAGUNG!

  • – Ein großer Dank geht an die PRO Klinik Holding GmbH (Geschäftsführung, Öffentlichkeitsarbeit und Abt. Grafik & Design) für die materielle Unterstützung und Umsetzung meiner Ideen für die Laufshirts.
  • – Ebenso ein großer Dank an das Resort Mark Brandenburg mit der Fontane Therme Neuruppin. Wir wurden hier mit offenen Armen empfangen und es war eine sehr nette und stilvolle Kooperation.
  • – weiterhin möchte ich „unseren“ Läufern danken! Toll, dass ihr die doch recht weite Anfahrt in Kauf genommen habt. Besonderer Dank gilt dabei Jens, dem Chef vom Kasseler Weihnachts-Marathon. Ohne seine Idee und die sehr persönliche Umsetzung in Kassel, würde es auch keinen 6SSM geben. Alle guten Wünsche für die 10. Auflage im Dezember 2012!!! Wir sind dabei! 😉
  • – auch einen speziellen Dank an Nico. Für das Vertrauen mit einer „Horde unbekannter älterer Herren“ den ersten Marathon zu laufen! Du sahst zu jeder Zeit gut aus, und hättest das Ding auch locker viel schneller laufen können. Das holen wir beide mal woanders nach, okay?
  • – Danke an Gudrun für die „Komplettbetreuung“ – Filmen, Fotografieren, Verpflegungsstandbetreuung – wie immer super!
  • – und dann ein ganz großer Dank an Jule: du hast meine Idee von Anfang an mitgetragen und unterstützt, anders wäre es nicht möglich gewesen!

 

 

Fazit:

  • – der 6-Seen-Sommer-Marathon wird eine feste Größe im Lauf-Terminkalender werden!
  • – die kleine und familiäre Atmosphäre wird erhalten, wir wollen keine Konkurrenz für Berlin werden… :mrgreen:
  • – die Planungen für 2013 sind bereits gestartet.

 

 

Vielen Dank an Gudrun und Fred für die Bereitstellung der Bilder. Den Bericht der Sprintefixe gibt es hier!

Die Fontane Therme hat in ihrem Blog ebenfalls über den 6SSM berichtet, bitte hier klicken.

Und auch Ruppin TV hat den Beitrag wieder verfügbar! 🙂

2 Replies to “Die Premiere!”

  1. So ein Event lebt von seinen Teilnehmern und es hat wirklich großen Spaß gemacht. Vielleicht feiern wir auch mal den 10.6SSM?!?
    Toll, das von so vielen Seiten die Bereitschaft zur Unterstützung da war. Da hab ich doch auch sehr gerne bei der Umsetzung geholfen! 🙂

    Jule

  2. Das ist das Sahnehäubchen auf dem gelungenen und schönen 1. 6SSM. Schön um die Strecke und das Wochenende noch einmal „durchzuträumen“.

    Esmaeil

    PS: Jetzt weiß ich Heiko, weshalb meine Laufuhr ca. 300m mehr anzeigte als deine: in der ersten Pause, wo sich alle stärkten, bin ich den einen Waldweg 2 Mal rauf und runter gelaufen.

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