Halbmarathon beim BIG 25 in Berlin

  Und wieder war alles anders als gedacht und geplant! Letzte Woche nach dem Drittelmarathon in Potsdam fasste Jule´s Damenstaffel den Entschluss noch zu versuchen, einen Startplatz für die BIG 25 zu erhalten. Ich wollte dann als "Dauerläufer" die Staffel begleiten und notfalls auch einen Abschnitt übernehmen. Das war der Plan. 😉 Montag am späten Nachmittag las ich auf Facebook die Nachricht, dass der Veranstalter vom BIG 25 noch Pacemaker für die Halbmarathondistanz sucht. Ich kontaktierte den Coach, der war nicht begeistert, gab aber sein okay. Also versuchte ich mein Glück. Und hatte es auch: am Mittwoch erhielt ich eine Mail und später einen Anruf von der Berlin läuft! GmbH, erst wurde ich gebraucht und später dann doch wieder nicht: letztlich durfte ich laufen auch ohne Pacemaker-Funktion... :mrgreen: Freie Bahn für mich, das freute dann wiederum den Coach...  

  Dann am Dienstag passierte es wieder. Jule hatte sich nach dem Konzertbesuch am Samstag erneut eine Erkältung zugezogen! Wieder schlechte Aussichten, an einem Lauf teilzunehmen. Verdammt! Trotz sofort eingeleiteter Sofortmaßnahmen, war es sinnvoller auf den Start heute zu verzichten. 🙁 Ihren Teamkolleginnen ging es teilweise genau so, es musste arg improvisiert werden. Dann der Lauf. Mein Coach wünschte sich für den letzten Lauf vor dem großen Tag nächste Woche noch eine Bestzeit auf der Halbmarathondistanz! Wie soll das denn nun wieder gehen, ich hatte meine berechtigten Zweifel. Am Freitag lief ich abends auch nochmal 21 Kilometer, die fühlten sich wie 42 an. Ich war mehr als skeptisch, wollte aber auch nicht gleich alles verteufeln. Den Sinn und Zweck dieser Aktion hatte ich ja verstanden, es ging nicht wirklich um eine neue PB, sondern um die Sicherheit gut drauf zu sein und dies mit einer guten Zeit zu belegen. Also versuchte ich ganz unverkrampft aufzulaufen. Dies klappte auch erstaunlich gut, keinen Druck, sondern einfach schauen was geht.  

  Mein Start aus dem letzten Startblock war natürlich nicht gerade optimal. Ich brauchte mehr als zwei Kilometer, um etwas freiere Bahn zu haben. Das war aber eventuell auch positiv, die Verführung zu schnell den Topleuten hinterher springen zu wollen (um es dann später zu bereuen ), war einfach nicht da und unmöglich. 😉 So kämpfte ich mich ins Rennen hinein, die Zeiten wurden besser, ich fühlte mich gut. Das Gefühl stimmte. Irgendwo auf den ersten Kilometern fiel mir ein Shirt ins Auge: #Twitterlauftreff - da bin ich doch auch dabei! Also meine Schritte in Richtung Shirt gelenkt, aha @HipHop_Runs - der Christoph also. Schnell ein paar Worte gewechselt, ich kannte ihn bisher nur durch die Netzwerke. Aber schön, wieder ein Gesicht mehr hinter einem Namen. Letztes Jahr sind wir ja die 25km gelaufen, da gab es den Halbmarathon noch nicht. Ich war gespannt, an welcher Stelle die Verkürzung erfolgte. Nach dem Kilometer 8 wurden wir dann durch den Tiergarten geleitet, die Stimmung am Brandenburger Tor hörte man nur von fern. Ziemlich unspektakulär sind wir nach ca. 1 Kilometer wieder auf die Originalstrecke eingebogen. Aber okay, ich will nicht meckern - es war ein Freistart - nächstes Mal wieder die volle Strecke. Weiter ging es am KaDeWe vorbei, über den Ku´Damm und Kantstraße zurück. Gerade das letzte Ende der Kantstraße und dann die Masurenallee haben eine gute Steigung, da freut man sich schon immer ´drauf... Weiter über die Reichsstraße, kam dann auch das Olympiastadion wieder in Sicht. Ich hatte ein schönes konstantes Tempo, Tunnelblick und "wachte" rechtzeitig vor dem Stadionzugang wieder auf. Denn den darf man sich nun wirklich nicht entgehen lassen! Es ist unbeschreiblich toll durch die Katakomben unter den Tribünen wieder hinaus ins Licht zu laufen - Gänsehaut pur! Die blaue Stadionbahn, die großen Videowände, Fotografen, eingespielter Jubel 😉 - alles da! Und dann auch das Ziel: Startnummer zurechtzupfen, Schweiß abwischen, lächeln, über die Matte laufen, Garmin stoppen und genießen!  

  Jule war zur Stelle, leider auf einer abgesperrten Tribüne, aber mein Staffel-Kollege Karsten wartete im Zielbereich. Er hatte letzte Woche beim Hamburg-Marathon seine PB um 20 Minuten (!!!) nach unten gedrückt, und ist heute nur den 10er gelaufen. Glückwunsch nochmal von mir - alte Granate! 🙂 Nach ein paar Bechern Tee zog ich mich schnell um, es war ziemlich frisch heute. Anschließend trafen wir uns wieder in großer geselliger Runde in einer Gaststätte ganz in der Nähe und tauschten uns aus. Heute ist aber kein neuer Termin dabei heraus gekommen... 😉     Jetzt heisst es tapern, ausruhen und viel schlafen. Am Samstag steigt dann das Abenteuer Rennsteiglauf. Es gibt sicher wieder einen Bericht... :mrgreen:    

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