Staffel, Spaß und Spannung in Tempelhof…

 

Für Sonntag, den 20.11.2011 war wieder Marathon-Staffel angesagt, in Berlin, auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof. Weil es einfach Laune macht. Wir starteten als reine Frauenstaffel, zu sechst. Wir hatten uns im letzten Jahr an gleicher Stelle zum ersten Mal zusammengefunden. Eine Änderung in der Besetzung hatte es gegeben, Peggy war nun dabei und als „alte“ Staffel-Hasen Petra, Marion, Claudia, Barbara und ich im Laufteam FunRunners.

Wir wollten gemeinsam die 42,195 Kilometer laufen, nacheinander, mit unterschiedlichen Streckenlängen.

 

Als Nichtberliner waren Heiko und ich morgens die ersten vor Ort, so um halb neun herrschte noch gähnende Leere in der Wechselzonenhalle. Dementsprechend genial war der Platz am Absperrgitter direkt seitlich vom Start, an dem wir uns niederließen. Suuuuper. Da war der Überblick garantiert!!

Kalt war es glücklicherweise nicht so sehr wie im letzten Jahr, das Wetter war optimal, windstill, um die 7°C, trocken. Nur die Sonne hielt sich hinter den Wolken versteckt, das war im letzten Jahr anders.

Massen von Läufern (ganz genau 7327 Starter) trudelten so nach und nach ein, auch unsere Leute fanden den Weg zu uns. Unseren tollen Platz mussten wir immer wieder energisch verteidigen, den fanden viele optimal und wollten uns auf die Pelle rücken. Heikos Staffel war natürlich auch vor Ort, als Männerteam nur zu fünft. Alle hochmotiviert, es sollte eine neue Bestzeit her!

Bei uns waren die Voraussetzungen etwas gemindert, Claudia im Vorfeld verletzt, Barbara erkältet… Aber egal, der Spaß sollte im Vordergrund stehen!

 

Es kann losgehen!

 

Ich wollte als 2. Läuferin über 6 Kilometer starten. Ich traf letzte Absprachen mit Petra, die als Startläuferin fungierte. Wo ist unser genauer Treffpunkt im Wechselbereich, wann ungefähr wird sie da sein, wie sind wir gekleidet?? Ich hatte mir dahingehend etwas ausgedacht, extra mein „No Walker“ Achim Achilles Shirt eingepackt, auf jeden Fall ein Hingucker, nicht zu übersehen  ;-). Und dann auch noch von Achim am Abend zuvor bei seiner Show in Oranienburg handsigniert, was will frau mehr??? 😉

Dann fiel auch schon der Startschuss, Petra war auf der Piste, ab jetzt hatte ich noch ca. eine halbe Stunde Zeit für meine Vorbereitungen; schnell umgezogen, den Chip befestigt, die Startnummer angebracht, Mütze auf und los ins Getümmel, ich musste ja erst mal auf die gegenüber liegende Seite der Halle, zum Vorplatz. Einlaufen ist schließlich Pflicht. Ein wenig Lauf-ABC und kurze Sprints können auch nicht schaden. Platz ist ja genug, jeder kann seine Richtung laufen und man kommt sich trotzdem nicht in die Quere. So viel Raum. Und entspannte Anspannung vor einem Wettkampf. Kennt man sonst gar nicht. Dabei fiel mir auch noch ein- äääh, ich hatte mich ja gar nicht mit Marion besprochen, die nach mir auf die Strecke gehen wollte. Ihr keine Zeit genannt. Nochmal zurück und sie suchen?? Nein, das war zu spät, das schaffe ich nicht mehr. Irgendwie werden wir uns schon finden.

Zurück in der Halle im Wechselbereich musste ich nicht lange warten. Zu der Zeit war der Bereich noch fast leergefegt, das sollte sich später ändern. So hatten wir also auch keine Schwierigkeiten uns zu finden. Abgeklatscht und los… Natürlich viel zu schnell. „Ruhig Brauner“, mach langsamer 😉 . Das Tempo halte ich doch keine 6 Kilometer durch! Ich dachte an meine letzten Trainings, in denen ich die gezielte Tempo-Steigerung geübt hatte. Ich nahm deutlich Geschwindigkeit raus, suchte mir eine Läuferin vor mir als Fixpunkt die scheinbar eine ähnliche Pace hatte und lief meine Strecke. So wirklich spektakulär ist sie ja nicht, sehr unkompliziert. An den entscheidenden Stellen, wo sich die Staffellängen aufteilten standen Helfer die aufpassten, Abkürzen ging also nicht ;-).

Am Horizont war bald das Flughafengebäude auszumachen, mit dem blauen Ziel-Torbogen und den spitzen weißen Zelten links und rechts an der Strecke. Ich bog links ab, die letzten 300m sind schnell vorbei, durch die Zeltgasse und mit anfeuernden Zuschauern links und rechts. Ich höre auch noch ein „Jule!!“ vom Rand– das war bestimmt Heiko, gesehen hab ich ihn nicht, aber die Stimme war unverkennbar 😉 .

 

Die Zeltgasse im Zielbereich

 

Hoffentlich ist Marion jetzt da!! Aber klar, alles paletti, sie wartet auf mich, abgeklatscht und sie konnte Gas geben.

Aber nicht nur Marion hatte mich entdeckt, auch Kanu-Tom aus der Achim Achilles Community begrüßte mich freudestrahlend in der Wechselzone. Leider kein geeigneter Ort für ein Pläuschen, ich musste auch erst mal durchatmen und er wartete ja auf seinen eigenen Wechsel.

 

So nach und nach verging die Zeit, langweilig wird es bei diesen Veranstaltungen glücklicherweise nie. Man quatscht und guckt und guckt und quatscht… Nach knapp 3 Stunden war eine neue Bestzeit von Heikos Männerstaffel zu feiern. Toll gemacht!! Die alte Zeit um 14 Minuten verbessert.

 

Und wir?? Barbara ging als Schlussläuferin an den Start, recht zeitig, wenn sie richtig durchzog war für uns auch eine neue Bestzeit drin. Es würde knapp werden, das war klar.

Wir fünf pilgerten zum Zielbereich, um sie gebührend zu empfangen. Immer mit Blick auf die Uhr. Im letzten Jahr waren wir 3h 52 Minuten und 18 Sekunden unterwegs. Wir hatten Sicht auf die lange letzte Gerade zwischen den Zelten. Wo war das rosafarbene Shirt von Barbara?? Spannung, Trommelwirbel… Und… Vorbei. Doch nicht geschafft. Hmmm. Aber da kam sie angelaufen, nur wenige Sekunden über der alten Zeit. Wir jubelten und feierten! Toll!!

Und das Ergebnis?? Mit 3:52:56h als offizielle Netto- Zielzeit waren wir nur ganz knapp vorbeigeschrammt. Im nächsten Jahr versuchen wir es wieder, ganz sicher!!!

 

Die beiden Teams

 

 PS: Ich habe es sogar in die Fotogalerie auf der Achim Achilles Seite „geschafft“! 😉

 

7 Replies to “Staffel, Spaß und Spannung in Tempelhof…”

  1. Hab ich doch gewusst, dass ich euch dort gesehen habe! Mhm, hätte ich mal doch etwas gesagt.
    Liest sich schön und es sieht aus, als hättet ihr euren Spaß gehabt! Auf jeden Fall habt ihr tolle Zeiten aufgestellt, glückwunsch an eure beiden Teams!
    Und wow, klasse Shirt; mir hat Achims Show auch super gefallen.

  2. Nadin, hättest du mal was gesagt! Ich habe nämlich vergeblich Ausschau gehalten, ich wusste ja von deinem Start bei den Running-Twins. Das Zelt hatte ich nicht entdecken können. Also dann eben „next time“…

  3. WAAAAAAAS? Unser Teamzelt war ja wohl das mit dem auffälligsten und schicksten Banner. Das war eigentlich nicht zu übersehen. Aber gut, wir waren ziemlich weit hinten auf der Zielgerade. Glückwunsch an die Feuerräder zur Superzeit und auch an Heikos Staffel. Wir sehen uns dann im nächsten Jahr (wieder).

    1. Als „Nicht-Zelt-Inhaber“ stromert man ja auch nicht alle Zelte ab. 😉
      Ach und btw: Jule und ihre Damen starten als „FunRunners“ und mein Team ist das „Runningteam Feuerraeder“ – nur mal so als Richtigstellung. Klar nächstes Jahr wieder, aber vorher auch wohl schon bei der 5×5-Team-Staffel im Juni…

  4. Ich habe natürlich auch aus der Ferne das Geschehen gespannt verfolgt! Das war ja wieder ein Super-Event in Berlin! Glückwunsch Juliane zum tollen Staffelergebnis! Roland war wohl schon beim Fototermin abgereist. Auch Roland hat uns gestern Abend noch ganz begeistert von der Staffel berichtet :-)! Das war ja wirklich eine „Wahnsinns“-Verbesserung. Da habe ich Heiko doch den richtigen Ersatz?-Mann geschickt! Glückwunsch also auch an das ganze Runningteam Feuerraeder!

  5. Na,Jule, Bestzeiten sind ja nicht alles! Den Spaß hattet Ihr auf alle Fälle dabei! Roland hatte es auch riesigen Spaß gemacht.

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