Und Jeder nach seiner Fasson…

… ja, das war unser Lauf-Motto des Wochenendes, das wir uns immer wieder in Erinnerung riefen und lebten. Jeder von uns Fünfen -Heiko, Otti, Katrin, Gira und ich- sollte Spaß haben und sich wohl fühlen, aber es war auch als Anregung für Zukünftiges gedacht.

Heiko hat über den Lauf am Wolfgangsee am 16.10.2011 schon sehr ausführlich berichtet, so das mir eigentlich nur noch die Beschreibung meiner Sichtweise des 10 Kilometer Uferlaufes übrigbleibt. Aber ist ja auch nicht schlimm ;-).

Otti und ich liefen also die 10 Kilometer, obwohl wir uns im Frühjahr beide für die 27 Kilometer Runde angemeldet hatten. Aber uns sollten  unsere Läufer-„Wehwehchen“ einen gehörigen Strich durch die Rechnung machen, so das wir uns beide für den Zehner umentschieden (was problemlos möglich war).

Unser Start erfolgte in Gschwendt, auf der gegenüberliegenden Seite des Sees und es gab dafür einen Schiffshuttle, **yeah**. Das erinnerte mich natürlich an unseren Lauf beim Marathon in Luzern, letzten Oktober, wo wir am Vierwaldstätter See in den gleichen Genuss kamen… 🙂

 

Schiffs-Shuttle

 

Wir begaben uns an dem besagten Morgen gemeinsam zum Schiffsshuttle in St. Wolfgang. Die Sonne schien bereits (halb zehn Uhr) und begann auch schon zu wärmen. Man durfte sich nur nicht im Schatten aufhalten. Wir tuckerten also mit zahlreichen anderen Läufern über das Wasser, entspannt durch das wunderschöne Panorama und das herrliche einzigartige blau-grüne Wasser und natürlich gleichzeitig in gespannter Erwartung auf den Lauf. Viel zu schnell legten wir in  Gschwendt an, war der Startbereich erreicht und die üblichen Wettkampfvorbereitungen erledigt, was dank einer tollen Koordination der vielen Helfer vortrefflich gelang.

Es sollte in zwei Blocks gestartet weden. Da Otti und ich nicht so schnell unterwegs sein, sondern den Lauf genießen wollten reihten wir uns im zweiten in der Mitte ein. Der erste Start erfolgte und kurze Zeit darauf waren wir schon an der Reihe. Ich war wirklich gespannt, was mich nun erwartet. Otti kannte diesen Lauf schon, hatte das „Vergnügen“ bereits vor zwei Jahren. Gar nicht so schlecht, wenn man einen alten Hasen an seiner Seite hat ;-)! Wir merkten sehr schnell, das wir uns doch zu weit hinten eingereiht hatten. Ständig versuchten wir irgendwie, auf dem Anfangs doch recht schmalen Weg an langsameren Läufern vorbeizuschlüpfen. Aber wir schafften es, ergänzen uns dabei wirklich gut und ohne große Worte. Nicht umsonst hatten wir uns im letzten Oktober beim Rügenbrückenlauf, den wir ebenfalls gemeinsam bestritten, den Spitznamen „Twins“ eingehandelt. Es klappte wieder wie am Schnürchen ;-)! Auch was das Tempo anbelangt. Otti hatte mir die Pace-Regie überlassen, wobei wir eigentlich immer schneller als geplant unterwegs waren. Das ergab sich einfach und war vom Gefühl völlig in Ordnung. Mein Spruch war zwar immer: „Oooottiiie, wir sind zu schnehelll!“, aber langsamer wurden wir trotzdem nicht… Und es war so wunderschön, es passte von Vorne bis Hinten; die Strecke, der See, die Eindrücke, die Sonne, die Temperatur, die Berge, der blaue Himmel- ALLES.

 

Einfach nur schön!

 

Ich habe noch nie erlebt, dass die Kilometer so rasch vorbeirauschen, ich war nur immer über die Schilder am Rand verwundert, auf denen die restliche Anzahl geschrieben stand. Es war leider viel zu fix vorbei. Bald war der letzte Kilometer ausgewiesen, der letzte Anstieg in den Ort hinein. Auf einmal sah ich am Rand der Strecke jemanden wild mit den Armen rudern: Gira!!! Schön! Sie hatte ihre 5,2 Kilometer-Strecke natürlich längst beendet und lief uns anfeuernd mit uns gemeinsam die letzten paar hundert Meter. Das machte wirklich Laune und spornte an. Viele Zuschauer standen an der Strecke, als es nun bergab ins Ziel ging. HAH!!, da ist auch schon die Matte! – Dachte ich und drückte die Stopptaste auf meinem Garmin und verzögerte meinen Schritt. Otti rief bloß:“ Nein, komm, es geht noch weiter!“, also startete ich wieder durch. Tatsache, zum Ziel gings nochmal um die Ecke. Na toll!! 🙁 Warum das Ganze?? Eine Matte ist doch wohl völlig ausreichend?!? Ich war jedenfalls ziemlich irritiert. Und sicher andere Unkundige genauso…

 

Das vermeintliche "Ziel"

 

Aber egal, wir waren glücklich und zufrieden im Ziel angekommen, fast 90 Sekunden schneller als geplant. Und wie Heiko so schön schrieb „Mit Luft nach oben“. Und alles nach unserer Fasson… 🙂

3 Replies to “Und Jeder nach seiner Fasson…”

  1. Genau so wars, sagt die „alte Häsin“ 😉 Hast du schön beschrieben und: sehr gerne wieder!!!

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