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Am ersten Samstag im Juli findet traditionell der Fünf-Seen-Lauf in Schwerin statt. Gehört hatten wir von unseren Sprintefixen aus Rostock schon eine Menge darüber, vor allem von den Hitzerekorden der letzten Jahre. Daher wollten wir nicht so richtig ´ran an diesen Lauf. Und das, obwohl mein Bruder in Schwerin wohnt… Bei einer Familienfeier vor kurzem, ergab dann ein Wort das andere und wir meldeten uns am nächsten Morgen dann doch an. Leider war die von Jule präferierte 10 Kilometer-Strecke bereits ausgebucht, nur für die 15 und 30 Kilometer waren noch Startplätze vorhanden. So erfolgte eine Meldung für die 15 und 30 Kilometer. Bei gleicher Feier blödelten wir auch noch über Werbung bzw. Sponsering, mein Bruder ist Restaurant-Besitzer… Um es kurz zu machen, wir erhielten sehr coole Laufshirts „gesponsert“! 🙂

Cooles Shirt 😉

Dann die letzten beiden Tage vor dem Lauf: es regnete. Und es war kühl. Und windig. Das absolute Kontrastwetter zu den Jahren davor. Uns sollte es recht sein. Wir fuhren also in leichtem Nieselregen morgens nach Schwerin, leider hatte Jule schon beschlossen nicht zu starten. Seit ein paar Tagen plagten sie häufiger Schmerzen im Knie, da wollte sie nichts riskieren. Es war sicher die richtige Entscheidung, bei den zu erwartenden Verhältnissen.

Angekommen in Schwerin, erhielten wir unsere Shirts und nach ein paar Telefonaten war der Treff mit den Rostockern perfekt. Jana, Matze, Fred und ich starteten über die 30 Kilometer, Roland über 15 und Gudrun war wie üblich mit Fotoapparat und Videokamera bewaffnet. 😉 Jule postierte sich ebenso am Start, um ein paar schöne Fotos zu bekommen.

Bei Km 1 im Schlossgarten

Der Start erfolgte pünktlich um 10.10 Uhr bei 14°C und Nieselregen. Matze hatte sich an der Spitze positioniert, hatte er doch hier schon mehrfach gewinnen können. Jana, Fred und ich dagegen nahmen in der Mitte des Feldes Aufstellung und liefen gemeinsam los. Geplant war ein Tempo zwischen 5.10 und 5.20, wir wollten mal schauen wie weit wir gemeinsam kommen. Jana übernahm dann die Pace-Kontrolle und musste Vater Fred öfter mal „ermahnen“. 😉 Letztlich kamen wir gut in den Lauf und die Kilometer verflogen.

Der Regen spielte für mich keine Rolle, die Temperaturen waren in Ordnung. Nur mit meiner Schuhwahl lag ich etwas daneben. Aus Unkenntnis der Strecke hatte ich wie immer meine Wettkampfschuhe (Brooks Racer ST4) an, nur war der überwiegende Teil der Wege Natur und damit vom Regen ordentlich aufgeweicht und matschig/rutschig. Selbst auf gerader flacher Strecke musste ich mich ständig konzentrieren. Mit etwas mehr Profil unter den Socken, wäre so mancher Abschnitt leichter geworden. 🙁

Das Starterfeld war nicht besonders groß, so befanden wir uns bald mit zwei, drei anderen Läufern in der gleichen Pace wieder. Wir wechselten in der Führungsarbeit ab, denn teilweise konnte wirklich nur ein Läufer hinter dem anderen laufen. Das machte aber auch Spaß! Es ging an den ersten Seen vorbei. Dann wie schon geschrieben, führte die Strecke durch die absolute „Pampa“ – ´raus nach Mueß, Mueßer Holz, Consrade um dann zum Großen Dreesch zurückzukehren. Keine schönen Kilometer…

In den Lankower Bergen

Zwischenzeitlich war Fred „abhanden gekommen“. Die Strecke ist für uns Flachländer doch recht profiliert, hügelig – ja fast schon bergig. 😉 Und irgendwo bei Kilometer 18 waren wir nur noch zu zweit?! Also weiter und Tempo halten, aber irgendwie zog Jana doch das Tempo an. Bewusst oder unbewusst, wir wurden jedenfalls schneller. Ich kontrollierte nur alle 5 Kilometer unsere Pace und fühlte mich aber auch gut. Es gab noch kein Grund zu protestieren. Endlich war wieder Wasser in Sicht, der Ostorfer See war erreicht. Der letzte 5er-Abschnitt brach an. Es kam aber auch das „Kräfte-Finale“ näher – die Lankower Berge. Ich war wirklich gespannt, was sich mir da bieten würde.

Die Tempoverschärfung setzte mir dann doch zu, und ich ließ Jana zwischen Kilometer 27 und 28 ziehen. Jetzt standen die beiden Anstiege an. Noch einmal konzentrieren und beißen. Ich hörte schon die Moderation vom Zieleinlauf, es war also wirklich nicht mehr weit. Und dann über eine kleine Kuppe hinein in eine Senke, um den Anstieg auch richtig „genießen“ zu können. Aus anfänglicher Tippelei wurde dann doch ein schnelles Gehen. Ja, ich gebe es zu! 🙂 Ich war aber auch in guter Gesellschaft, und als Entschuldigung möchte ich auch die absolut schlammigen Wege und mein nicht vorhandenes Schuhprofil anführen. Jetzt nur nicht noch stürzen, lautete dann auch die Devise beim Abstieg auf der anderen Seite. Ein extra aufgestelltes Schild warnte die Läufer vor der Steilheit! Das war also der „Pickel“.

Dann endlich der finale Anstieg, nur noch wenige Meter bis zum Ziel. Ich lief allein ein, wurde gescannt und hatte es geschafft! In 2:33:46 Stunden hatte ich die offiziellen 29,6km brutto zurückgelegt (keine Nettozeit, da kein Chipsystem). Nett war der Service, dass jeder Läufer persönlich beim Zieleinlauf begrüßt wurde.

Jule wartete im Zielbereich natürlich schon, und konnte mir gleich von Matze´s 5.Platz erzählen. Glückwunsch hier nochmal dazu! Jana war gut eineinhalb Minuten vor mir über die Ziellinie und wurde 2. ihrer AK. Ich besorgte mir erst einmal was „Isotonisches“ 😉 und auch Fred lief jetzt ein. Klasse Zeiten, wir waren zufrieden! Langsam wollte ich jetzt los und nur noch schnell unter die Dusche kommen. Die aufgebaute Freiluftvariante, ob nun Kult oder nicht, lockte mich überhaupt nicht. So verabschiedeten wir uns bis zum Auftanken und Füllen der Speicher am Nachmittag im Zeppelin-Restaurant.

Schnitzel "Zeppelin" 500g 🙂

Später wurde in großer Runde der Wettkampf ausgewertet und, wie sonst auch bei solchen Gelegenheiten, die nächsten Rennen bereits geplant. 🙂 Es sind noch einige gemeinsame Aktivitäten anvisiert oder schon gebucht, daher wird es bald ein Wiedersehen geben.

Ein tolles Wochenende im Kreise von Familie und Freunden!

Mehr zum Fünf-Seen-Lauf:

Jana´s Bericht      Bilder und Bericht von Fred    und     Matze´s Blog

3 Replies to “Powered by Zeppelin”

  1. Hallo Heiko! Toller Bericht vom FSL! Der gemeinsame Lauf in Schwerin hat mir viel Spaß bereitet auch wenn ich am Ende das Tempo nicht mehr halten konnte. Heute geht`s erst mal zum Cooper-Test bei Matze 😉 . Bis demnächst – in HRO ?! LG Fred

  2. Schöner Bericht und vorallem ein wieder ein schöner gemeinsamer Lauf! Übrigens finde ich das Bild von uns dreien bei Kilometer 1 wirklich herrlich: das sieht aus, als wenn wir eigentlich nur rumstehen und nur fürs Foto so tun als würden wir laufen… Und dann noch alle im Gleichschritt 😛
    lg Jana

  3. Hallo,
    bin durch einen Link von Sprintefix.de auf eurer Seite gelandet – gefällt mir wirklich gut. Herzlichen Glückwunsch zur super Leistung in Schwerin – der Freiluftdusche kann ich auch nichts abgewinnen 🙂 Dann doch lieber schnell in den See gesprungen (bei gutem Wetter). Ich hoffe, es ist okay, dass ich den schönen Bericht zum FSL bei mir verlinkt habe? Die Testberichte zur neuen Garmin sind auch sehr nützlich…meine 405er spinnt öfter mal. Freu mich auf weitere Berichte aus eurem Läuferleben. Sportliche Grüße aus MV

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